Der 15%ige Pickratenabfall beim Wechsel der Bediener zwischen Systemen.
Die Ökonomie ist klar. Wenn Sie eine Anlage betreiben, in der Bediener an einer Station Goods-to-Person und vierzig Meter entfernt an einem VLM-Arbeitsplatz arbeiten, ist die Reibung real. Sie überqueren den Boden, melden sich an einer anderen Benutzeroberfläche an, stellen sich auf eine andere Kommissionierlogik ein. Der Wechsel kostet fünf bis sieben Sekunden pro Zyklus. Multiplizieren Sie das über eine Schicht.
Die Lösung ist nicht immer mehr Software. Die Arbeit an einer einheitlichen Benutzeroberfläche auf OEM-Ebene ist echter Fortschritt, reicht allein aber nicht aus. Der eigentliche Hebel liegt in der Ablaufgestaltung anhand der Anlagenanordnung: Arbeitsplätze so gruppieren, dass Bediener nicht ständig wechseln müssen, oder Bediener so einteilen, dass jeder pro Schicht nur ein System bedient.
Eine konvergierte Benutzeroberfläche löst das Bildschirmproblem. Aber sie setzt voraus, dass ein schwierigeres Problem bereits gelöst ist: die physische Integration zweier Materialflüsse in eine ergonomische Einheit. Förderhöhe, Behältergrößen, Barcode-Ausrichtung, Ableitung von Ausschuss. Nichts davon ändert sich automatisch mit der Software.
Hier zählt die Installationsdisziplin mehr als die Anwendungsebene. Der Bildschirm ist nur ein Bildschirm. Es ist die dreidimensionale Schnittstelle mechanischer Systeme, Bedienerreichweiten und Beleuchtungs-/Audio-Taktung. Der nächste Engpass in der Multi-Plattform-Kommissionierung ist nicht der Kommissionieralgorithmus. Es ist die 3 m x 3 m Zone, in der alles zusammenläuft. Aus der Praxis: Wenn Systemintegratoren uns zur Wiederbelebung eines festgefahrenen Multi-Station-Programms hinzuziehen, liegt die Lösung fast immer in dieser 3x3-Zone, nicht auf der Bildschirmebene.